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The App-Store Battle: Android Market vs. iTunes

Seit ein paar Monaten kenne ich beide Welten und die Unterschiede von Google’s Android Market und Apple’s App-Store (integriert in iTunes) sind enorm. Beide Welten wollen Apps auf mobile Endgeräte, wie Smartphones oder Table-PCs, bringen und verfolgen dabei partiell einen gänzlich anderen Ansatz.

Da es für die meisten Leser interessant(er) sein dürfte, wie sich diese Änderungen auf die Benutzer der App-Stores auswirkt, werde ich ausschließlich diese Seite betrachten. Die Entwickler-Seite wurde ja mehr als genug von anderen Newsseiten durchgekaut.

Der Android Market von Google lebt und fällt mit der Community. Das merkt man beispielsweise an der zentralen Platzierung der Bewertungen, die Nutzer pro Apps abgeben können. So sind Bewertungsfunktionen (per Punkte-/Stern-Bewertung bzw. Kommentare) zentral am oberen Bildschirmrand platziert. Die Bewertungen von Apps im Market sind (oder sollten zumindest) eine zentrale Anlaufstelle vor der Installation der App (sein). Die prominente Rolle ist dadurch bedingt, dass Google keine Apps durch einen eigenen Code-Review- und Zertifizierungsprozess steckt, wie es Apple tut. Apple dagegen platziert die Bewertungen in der Detailansicht der App ganz unprominent am Ende der unteren Bildschirmseite. Auch die Repräsentation zur Nutzung der Bewertungsfunktionen wirkt – im Vergleich zum Market – ein wenig versteckt bzw. unwichtig. Zudem sind Bewertungen (jedenfalls die Kommentare) der Nutzer nur innerhalb eines Landes sichtbar, so kann ich beispielsweise in deutschen iTunes-Store keine Bewertungen von amerikanischen Anwendern sehen. Schade, auch wenn dadurch eine einheitliche Sprache herrscht.

Funktionsmäßig bietet der Android Market wesentlich mehr Funktionen an, die dem Nutzer ein transparenteres Bild vom App-Angebot vermittelt. So kann man z. B. nur kostenlose oder kostenpflichtige Apps durchblättern. Google gewährt ferner den Käufern von kostenpflichtigen Apps ein 24-stündiges Rückgaberecht. Bei Apple sucht man eine solche Zusage – auch in Anbetracht dessen, dass es für die meisten kostenpflichtigen Apps keine Demo-Versionen gibt – vergeblich!

Weiterhin listet der Market auf Wunsch alle installierten und installierten/nicht-installierten sowie gekauften Apps zentral unter dem Punkt “Downloads” auf. Die Bewertung der Apps nach dem ausprobieren oder generell benutzen ist so wesentlich einfacher möglich und deutlich schneller erreichbar als im iTunes-Store. Unter Apple’s iTunes ist dies – ungewohnt – signifikant komplizierter, da man sich hier zuerst zu der entsprechenden App im iTunes durchklicken muss, um diese dann bewerten zu können. Alleine der Aufwand dazu verhindert wahrscheinlich, dass mehr Bewertungen abgegeben werden.

Eine Einschränkung von Suchergebnissen bei der Suche nach Apps ist in beiden Welten nicht möglich. So hätte ich mir manchmal gewünscht, alle kostenpflichtigen Apps ausblenden zu können oder die Ergebnisse nach auf- oder absteigender Bewertung zu sortieren – schade!

Das Angebot vermittelt weiterhin ein ziemlich differenziertes Bild in beiden Welten. In Apple’s App-Store haben fast alle kostenlosen Programme Bewertungen, die schlechter als 3 von 5 Sterne sind. Das Angebot an kostenlosen Apps macht zudem gefühlt weniger als 15 Prozent aus! Dafür bietet Apple auf einer Plattform unzählige gute kommerzielle Programme an; das kommerzielle Angebot lässt fast keine Wünsche offen, allerdings zu teilweise (sehr) happigen Preisen. So sind auch Apps über 100 oder gar 200 Euro keine Seltenheit.

Solche Preise sind im Android Market kaum bis gar nicht zu finden. Allgemein tummeln sich im Google’s Store wesentlich mehr kostenlose Apps mit guten bis sehr guten Bewertungen. Das Angebot zwischen kostenpflichtigen und kostenlosen Programmen ist zudem wesentlich ausgeglichener; subjektiv habe ich sogar das Gefühl, dass das Verhältnis zwischen FoC- und Bezahl-Apps eher 4:3 ist.

Die Qualität der Apps ist nach meinem subjektiven Befinden im Google Market ein wenig besser.

Dagegen finden sich Apps mit integrierter iAd-Werbung eher seltener, als man es beim Google-Pendant gewöhnt ist. So finden sich Google Ads in unzähligen kostenlosen Apps. Dieses Ergebnis hat aber vermutlich eine starke Korrelation mit dem Verhältnis zwischen kostenpflichtigen und kostenlosen Apps.

Allgemein lässt sich zusammenfassen, dass mir(!) der Android Market wesentlich mehr Spaß macht als der in iTunes integrierte App-Store von Apple. Ich bin gespannt, ob und wann Apple hier nachlegt bzw. was Google in Zukunft noch zu bieten hat. Es bleibt spannend…

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