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HACK #2: siggen Integration in Mutt/VIM

Heute sehen wir uns einmal die Integration von siggen in das Email-Programm mutt, in Kombination mit VIM genauer an. siggen ist ein Signatur-Projekt, das ich letztes Jahr ins Leben gerufen habe. Es ist ein hoch integrierbares Tool zur kryptischen Verschlüsselung von Email-Signaturen in ANSI C89 oder Brainf*ck, dass sich ohne viel Mühe in viele Mail-Programme integrieren lässt, wie beispielsweise das gerade erwähnte Programm Mutt oder Pine in Kombination mit emacs, VIM, oder was auch immer (-;

Zunächst einmal wollen wir uns einen Überblick über siggen verschaffen, dazu schauen wir uns nach der Installation die Online-Hilfe an, die wir durch einfaches Aufrufen von siggen erhalten:

# siggen

TIPP: Ein `man siggen` oder `siggen -h` liefert noch mehr Informationen. Zur Installation von siggen darf ich noch darauf hinweisen, dass u. U. das Makefile vor dem Kompilieren der Sourcen angepasst werden muss (CC, Verzeichnisse) – aber ein Configure-Skript wäre hier zu konfortabel gewesen *fg*.

Gut, das (bzgl. der Online-Hilfe) ist doch relativ einfach zu bedienen – vorausgesetzt, Sie haben sich diese gerade durchgelesen! Angenommen wir wollen an jede Email folgende Signatur anhängen (nur “verschlüsselt” mit ANSI C89):


Max Mustermann

So versuchen wir es  doch einfach mal mit einem

# siggen -m -n “Max Mustermann”

und erhalten folgenden Output:


int main(){int O=0,s[]={0x9a,0xc2,0xf0,0100,0x9a,0xea,0xe6,0xe8\
,0xca,0xe4,0xda,0xc2,0xdc,0×0};while(O<14){(s[O]==0)?printf(“%c\
\n”,(110< <2)>>2):printf(“%c”,s[O]>>1);++O;}return s[--O];}

Evtl. könnte man mit der Flag “-c [COMMENT]” noch einen Kommentar einfügen, um den Quellcode blockweise formatiert zu bekommen. An dieser Stelle sei auch darauf hingewiesen, dass siggen nicht nur C “sprechen” kann, sondern auch

Brainf*ck, was Sie durch ein voranstellen von “-t bf” erreichen können.

Nun wollen wir noch

mutt so einstellen, dass man seinem Emails mit VIM verfassen (/lesen) kann. Dazu öffnet man die Datei ~/.muttrc in seinem Home-Directory:

# vim ~/.muttrc

Hier sucht man sich die folgende Zeile aus und modifiziert sie dementsprechend:

set editor=’vim -c “set t_Co=8″ -c “syntax on” -c “/^$” -c “set tw=65″‘

Also mehr als 65 Zeichen pro Zeile sind nicht RFC1855-konform und Syntax-Highlighting ist natürlich ein Muss :-)

Um dem Rest der Welt zu sagen, mit was für einem Editor man seine Emails verfasst bzw. liest, kann man noch einen Header-Eintrag in jeder Email mitschicken. Dazu muss man in ~/.muttrc noch folgendes ergänzen:

my_hdr X-editor: VIM – Vi IMproved 6.3 (http://www.vim.org)

So, nun kann man in Mutt seine Emails mit seinem Lieblings-Editor VIM schreiben ^^

Jetzt sehen wir uns doch einmal an, wie man siggen in mutt integrieren kann. Dazu ergänzen wir einfach noch die ~/.muttrc Datei in unserem Home-Verzeichnis um diese 2 Zeilen:

set signature=”siggen -c bar -l 65 foo”|
my_hdr X-siggen: siggen 1.27b (http://siggen.sf.net)

Und schon ist es eingebunden! Will man siggen etwas dynamischer gestalten, kann natürlich auch auf Variablen-Substitution zurückgreifen, wie z. B.

set signature=’siggen -c “current date/time” “`date`”‘|

um immer die aktuelle Zeit und das akutelle Datum zu “verschlüsseln”. Ein bisschen Ausprobieren ist hier allerdings angesagt…

Also, viel Spaß beim weiteren Ausprobieren…

Have much fun!

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